Zeitenwende: Umbrüche und Lichtblicke


über 100 Künstler*innen 
an 10 Orten in Mecklenburg

Kunstreise zwischen Elbauen und Seenplatte

Warum die LUPINALE 2026 zu den spannendsten Sommerzielen 
in Mecklenburg-Vorpommern gehört:

Wer Mecklenburg-Vorpommern im Sommer besucht, sucht meist das Meer, die Seen, Ruhe, Natur und gutes Essen. Doch immer mehr Gäste entdecken im Südwesten des Landes noch etwas anderes: eine überraschend lebendige Kunst- und Kulturszene. Genau hier setzt die LUPINALE 2026 an – ein Kulturformat, das längst mehr ist als eine Reihe einzelner Ausstellungen. Es ist eine Einladung zu einer besonderen Reise durch Landschaften, Städte, Kirchen, Galerien und historische Orte zwischen Dömitz, Ludwigslust, Parchim, Lübz und Plau am See. 


Von Mai bis Oktober verwandelt die LUPINALE Südwestmecklenburg in eine große kulturelle Entdeckungsroute. Kunst wird hier nicht isoliert präsentiert, sondern bewusst mit Architektur, Natur, Geschichte und regionaler Atmosphäre verbunden. Die Veranstaltungsorte liegen entlang der Elde und reichen von der Festung Dömitz über die Burg Neustadt-Glewe bis zur Stadtkirche Ludwigslust oder der Kulturmühle in Parchim. Gerade diese Verbindung macht den besonderen Reiz aus. Besucher erleben Kunst nicht im anonymen Museumsbetrieb, sondern eingebettet in authentische Orte mit Charakter. 

Das Konzept stammt vom kulturforum PAMPIN gemeinsam mit regionalen Partnern und verfolgt eine klare Idee: hochwertige Kunst in die Fläche bringen und kulturelle Qualität auch jenseits der großen Metropolen sichtbar machen. Dass dies gelingt, zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre. Die LUPINALE hat sich seit 2021 zu einem etablierten Publikumsmagneten entwickelt. Selbst der Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg, bezeichnet sie als „neuartiges, gut besuchtes und inzwischen etabliertes Ausstellungsformat“. 

Besonders reizvoll ist dabei die Vielfalt der künstlerischen Positionen. In Ludwigslust zeigt die fineARTgalerie Werke von Vera Schwelgin und dem Künstler Wolf Art, dessen FotoGrafiken gesellschaftliche Fragen und menschliche Beziehungen thematisieren. In Neustadt-Glewe faszinieren die Luftbildfotografien von Jürgen Brandt, die Mecklenburg aus überraschenden Perspektiven zeigen. In Pampin begegnen Besucher einer Mischung aus Malerei, Grafik und konzeptueller Kunst, während in Lübz nachhaltige und zirkuläre Kunstformen im Mittelpunkt stehen. 

Auch Freunde klassischer und gegenständlicher Kunst kommen auf ihre Kosten. Die Werke von Kurt Röhl in Parchim oder die poetischen Zeichnungen und Aquarelle von Ali Schindehütte in der Ludwigsluster Stadtkirche schaffen stille Gegenpole zu den experimentellen Positionen anderer Ausstellungen. Gerade diese Mischung macht die LUPINALE interessant: Sie ist weder elitär noch beliebig. Sie verbindet anspruchsvolle Kunst mit Zugänglichkeit und Atmosphäre.

Hinzu kommt ein touristischer Vorteil, den viele Gäste zunehmend schätzen: Die Wege zwischen den Orten führen durch einige der schönsten Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns. Wer von Ausstellung zu Ausstellung fährt, entdeckt Alleen, Flusslandschaften, Schlösser, historische Altstädte, Cafés und kleine Restaurants. Die LUPINALE wird dadurch fast automatisch zu einer kulturellen Rundreise. Kunst, Kulinarik und Natur verbinden sich zu einem entspannten Sommererlebnis – fern von überfüllten Küstenpromenaden.

Zeitenwende: Umbrüche und Lichtblicke


Das diesjährige Motto „Zeitenwende: Umbrüche und Lichtblicke“ trifft  zudem einen Nerv der Gegenwart. Viele Arbeiten setzen sich mit gesellschaftlichen Veränderungen, Unsicherheiten, Identität, Natur und Zukunft auseinander. Doch die LUPINALE bleibt dabei nicht düster oder belehrend. Sie lädt vielmehr dazu ein, innezuhalten, genauer hinzuschauen und ins Gespräch zu kommen – genau das, was vielen Menschen im hektischen Alltag fehlt.

Für Urlauber bietet sich deshalb eine seltene Gelegenheit: Mecklenburg-Vorpommern nicht nur als Ferienlandschaft, sondern auch als Kulturregion zu erleben. Wer im Sommer 2026 zwischen Elbe und Seenplatte unterwegs ist, sollte sich Zeit für die LUPINALE nehmen. Denn manchmal entdeckt man eine Region am besten dort, wo Kunst, Landschaft und Menschen miteinander ins Gespräch kommen.


Prof. Dr. Wolfgang Vogt
Kurator, kulturforum PAMPIN